Aufstiegspiele 1997/98

Hinspiel: SV Sasbach - Croatia Gaggenau 0:1 (0:0)

Colic erzielte Tor des Tages
Auf dem Weg in die Bezirksliga hat sich Croatia Gaggenau eine gute Ausgangsbasis geschaffen. Das erste Aufstiegsspiel gewannen die Gaggenauer beim Vizemeister der Kreisliga A, Staffel Süd, SV Sasbach, 1:0. Colic traf in der 69.Minute für den Vizemeister der Staffel Nord.
Die Anfangsphase gehörte den Murgtalern. Nur in der ersten Viertelstunde vermochten sie jedoch ihre technische Überlegenheit auszuspielen. Danach legten die Platzherren ih­ren Respekt ab. Sie waren in der Folgezeit die spielbestimmende Mannschaft. Croatia stützte sich im wesentlichen auf seine kör­perliche Überlegenheit und ging etwas über­raschend in der 69.Minute in Führung. Ein verlängerter Eckball erreichte den freistehen­den Colic, der keine Mühe hatte, das Tor des Tages zu erzielen.
Den Ausgleich hatte danach zweimal Vol­ker Zimmerer auf dem Fuß. Zunächst zeigte sich Gaggenaus Torhüter Palatinus bei einer Direktabnahme des Spielertrainers ebenso auf dem Posten wie kurze Zeit später, als er einen Freistoß desselben Spielers meisterte. In der 75.Minute holte er eine Bogenlampe des eingewechselten Michael Herzog aus dem Winkel. Zuvor hatten die Einheimischen ver­geblich einen Strafstoß reklamiert, als Dec­ker zu Fall gekommen war. Vor 650 Zuschauern wollte der Ausgleich einfach nicht gelin­gen. Die umkämpfte Auseinandersetzung ging knapp an die Gäste.
Sasbachs Spielertrainer Volker Zimmerer sieht dennoch nicht schwarz: ,,Abgerechnet wird erst in Gaggenau.“ Schiedsrichter Zip­penfenig (Kehl) hatte die Partie jederzeit im Griff. Er unterband aufkommende Härten. Das Rückspiel wird am Sonntag (17 Uhr) in Gaggenau ausgetragen.

Rückspiel: Croatia Gaggenau - SV Sasbach 2:1 (0:0)

Croatia nutzte Nachspielzeit zum Sprung in Bezirksliga
Die Erfolgsgeschichte fand ihre Fortsetzung: Nach dem Aufstieg im Vorjahr schaffte Croatia Gaggenau auch in diesem Jahr den Sprung in die nächsthöhere Klasse. Dem 1:0-Sieg in Sasbach ließen die Murgtäler auf eigenem Platz durch zwei Tore in der Nachspielzeit ein 2:1 folgen.
"Die glücklichere Mannschaft hat gewon­nen“, umschrieb Croatias Trainer Günter Schillinger den Sieg seiner Schützlinge diplomatisch. Über die gesamte Spielzeit hinweg stellten die Sasbacher die bessere Mann­schaft. Während 90 Minuten erspielte sich Croatia nur eine Chance, als Anto Mrkaljevic aus Abseitsposition das Tor nicht traf.
Schon nach wenigen Sekunden hätte Sas­bach in Führung gehen können, Lang schei­terte jedoch freistehend an Croatias Torhüter Palatinus. Bis zum Seitenwechsel versiebten Jansen und Weisenbach weitere Möglichkei­ten. In der 73.Minute schienen die Würfel zugunsten der Kroaten zu fallen: Als Sas­bachs Torhüter Friedriszik außerhalb des Strafraums an der Hand getroffen wurde, zeigte ihm Schiedsrichter Resmini die Rote Karte. Weil die Sasbacher bereits dreimal ausgewechselt hatten, mußte Manndecker Ralf Jansen, der zuvor Torjäger Anto Mrkal­jevic zum Statisten degradiert hatte, zwi­schen die Pfosten. Am Spielgeschehen sollte sich jedoch nichts ändern. Croatia schien weiterhin gelähmt, die Gäste dominierten.
Als Sasbachs Spielertrainer Volker Zimme­rer in der 78.Minute einen Freistoß mit Hilfe des Innenpfostens zum 0:1 versenkte, schien der Gast zumindest die Verlängerung erreicht zu haben. Fortuna war jedoch mit den Kroa­ten im Bund. In der Nachspielzeit trafen die Torjäger doch noch: Anto Mrkaljevic glich aus und Predrag Mrkaljevic gelang das 2:1. "Wir waren die bessere Mannschaft, hatten jedoch kein Schußglück. So eine Niederlage tut weh“, war Zimmerer arg enttäuscht, wäh­rend auf der Gegenseite überschwenglich ge­feiert wurde.

Croatia Gaggenau: Palatinus, Vrsaljko, Tomljenovic, Radnic, Mujakic, Colic Zderic (32.Batovanjo), Zorica (46.Matkovic), A.Mrkaljevic, P.Mrkaljevic, Klasic (53.Promorac).
SV Sasbach: Friedriszik, Jansen, Lipp, Klein (42.Bartnick), Zimmerer, Decker, Lang (60.Matschulla), Allgeier (46.Sauer), Oldach, Weisenbach, Schaum.
Schiedsrichter: Resmini (Oberkirch), Zuschauer: 700, Tore: 0:1 (78.) Zimmerer, 1:1 (91.) Anto Mrkaljevic, 2:1 (94.) Predrag Mrkaljevic.