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SV Sasbach - FV Hauneberstein 4:4 (1:2)

BT:

FV Haueneberstein gab nach der 4:1-Führung noch zwei Punkte ab.

Fußball-Bezirksliga: SV Sasbach überwintert nach dem 4:4 als Spitzenreiter
Das Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga zwischen dem SV Sasbach und dem FV Hauneberstein hielt alles, was es versprach: acht Treffer beim 4:4, zwei Zimmerer-Freistoßtore nach einem 1:4-Rückstand, zwei Platzverweise und eine Jagdszene, die im Keim erstickt wurde.
Sasbach (ru). Wenn der Tabellenführer SV Sasbach beteiligt ist, können die Zuschauer auf ein spannendes Spiel hoffen. In Schwarzach führte er 4:1 und gewann noch 5:4. Am Sonntag lag er auf eigenem Platz 1:4 gegen den Rangzweiten Haueneberstein zurück. Mit einem Kraftakt und zwei Zimmerer-Freistoßtoren retteten die Gastgeber noch einen Zähler. Hauneberstein bleibt auswärts weiterihin unbesiegt.
Schiedsrichter Uwe Pfau hatte einen schweren Stand. Die beiden Plalzverweise durch gelb-rote Karten gingen in Ordnung. Zuerst erwischte es Ralf Jansen (42.). Nach einem Foul schoss er noch den Ball weg. Stefan Schädel (65.) trat das Leder nach einem Abseitspfiff noch ins Tor.
Die "Jagdszene" in der 86.Minute sieht man nicht alle Tage. Dieter Denninger beging an Sasbachs Torjäger Christian Wolf ein Foul, das weh tat. Dann stand der Sasbacher auf und wollte sich revanchieren. Denninger roch die Gefahr und sputete sich. Über den halben Platz wurde er verfolgt, bis die Sasbacher Spieler ihren Torjäger einfingen. Beide Akteure sahen für die Sondereinlage gelbe Karten.
Haueneberstein hatte noch ein Ass im Ärmel, das aber nicht stach. Der Kroate Robert Djebic wurde vor zwei Monaten abgeschoben, blieb ohne Training und saß plötzlich wieder auf der Bank.
Als FVH-Torhüter Marco Schäfer (62.) verletzt ausschied, wankte die Abwehr beträchtlich. "60 Minuten lang haben wir das Spiel bestimmt und hätten keinen Punkt abgeben dürfen", war FVH-Coach Hajo Emering mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Und sein Kollege Volker Zimmerer: "Unsere Moral ist nicht zu brechen. Nach dem 1:4 glaubte ich zunächst an eine Packung".

SV Sasbach- FV Hauneberstein 4:4
Sasbach: J. Herzog, Zimmerer, Lipp, Jansen, Bartnick (46. Klein), Dorsner, Mohr, Weisenbach, M. Herzog, Oldach, Wolf
Haueneberstein: M. Schäfer (62. Treinsen), ZepfeI, D. Emering, 0. Schäfer, Ramsteiner, Denninger, H. J. Emering, Schädel, Mussler (89. Jung), Seifermann (76. Djebic), Paladini
Schiedsrichter: Uwe Pfau (SV Oberachern)
Zuschauer: 190
Tore: 0:1 Mussler (26.), 1:1 Wolf (29.), 1:2 D. Emering (32.), 1:3,1:4 Paladini (48., 51.), 2:4 Zimmerer (52.), 3:4 Lipp (56.), 4:4 Zimmerer (68.)
gelb-rote Karten: Jansen (42.), Schädel (67.)

ABB:

Der moralische Sieger hieß SV Sasbach

Das Spiel hätte beinahe mit einem Paukenschlag begonnen, denn schon in der zweiten Minute verpasste Wolf nach einer Herzog-Ecke das Gästetor mit einem Kopfball nur knapp. Doch dann übernahmen zunächst die kombinationssicherer wirkenden Gäste das Kommando; Seifermann und Spielertrainer "Hajo" Emering waren die Schaltstationen der homogenen FVH-EIf, die in der Hinrunde noch einen glatten 3:0-Sieg herausgespielt hatte. Den Torreigen eröffnete in der 25.Minute Mittelfeldspieler Pascal Mussler, der eine Unsicherheit der einheimischen Abwehr nutzte und Ersatztorwart Joachim Herzog mit einem haltbar scheinenden Kopfball zum 0:1 überwand.
Die Antwort der Gastgeber vier Minuten später: Tobias Mohr, erneut mit einer bärenstarken Leistung, zog nahe der Strafraumgrenze ab, Gästetorwart Marco Schäfer konnte das Leder nicht festhalten und Christian Wolf staubte überlegt zum 1:1 ab. Fast im Gegenzug "klingelte" es erneut bei den Platzherren: Dieter Emering, wie Gästelibero Ralf Zepfel als kopfballstarker Spieler bei den Standardsituationen mit vorne, konnte nach einem Eckstoß völlig unbehindert zum 1:2 einköpfen. Noch vor dem Pausenpfiff war für Ralf Jansen (SVS) die etwas hart geführte Begegnung zu Ende: Erst sah er für ein Einsteigen der rustikaleren Art die Gelbe Karte, aus Unmut schlug er den Ball weg und sah prompt "Gelb-Rot".
In Unterzahl wurde der SV Sasbach kurz nach dem Wiederanpfiff zwei Mal hintereinander klassisch ausgekontert: Seifermann hatte in der 47.Minute aus guter Schussposition noch verzogen, dafür stand Paladini erst in der 48. und in der 52.Minute goldrichtig und markierte erst das 1:3 und dann auch noch das 1:4. Nun sah es nach einer "Klatsche" für den Aufsteiger aus, doch dieser bewies Moral. Zimmerer brachte in der 54.Minute seine Mannschaft auf 2:4 heran. Was folgte, war ein einziger Sturmlauf der Platzherren, die auch noch zum Anschlusstreffer kamen. Gästetorwart Schäfer konnte einen Zimmerer-Eckstoß nicht festhalten und der mit aufgerückte Stefan Lipp drosch das Leder unter die Latte.
Eine der Schlüsselszenen des Spiels war sicher der Zusammensprall von Torwart Schäfer (FVH) mit dem unermüdlich kämpfenden Kris Oldach (SVS). Während Oldach weiterspielen konnte, musste Schäfer verletzt ausgewechselt und durch Treinsen ersetzt werden. Hätte nicht Joachim Herzog bei einem der Gästekonter hervorragend reagiert und das Leder noch an den Pfosten gelenkt- die Schützlinge von Spielertrainer Hansjörg Emering wären sicher als Sieger vom Platz gegangen. Stattdessen kam zuerst der "personelle Gleichstand", nachdem Stefan Schädel den Ball nach dem Abseitspfiff von Schiedsrichter Pfau noch ins Tor schoss und dafür die Ampelkarte sah (68.) und dann kam sieben Minuten später der Ausgleichstreffer, als Volker Zimmerer einen Freistoß an der Mauer vorbei zum 4:4 ins Netz setzte. La