Pokal

SVS - VfB Bühl 2:0 (2:0)

ABB:
Außenseiter nutzte Heimvorteil

Sasbach holte Bezirkspokal

VfB Bühl 2:0 bezwungen / Wolf und Oldach als Torschützen
Der SV Sasbach ist der Nachfolger des FV Plittersdorf als Fußball-Bezirkspokalsieger. Der Meister der Kreisliga A Süd nutzte den Heimvorteil gegen den Bezirksligachampion VfB Bühl und setzte sich 2:0 (2:0) durch. Dabei profitierte der als Außenseiter in die Partie gegangene SVS von der turbulenten Anfangsphase, in der beide Tore fielen.
Bereits in der ersten Minute durfte bei den Platzherren gejubelt werden. Christian Wolf lief in einen Querpaß des Bühlers Kesch und schoß zum 1:0 ein. Glück für die Gastgeber war, daß ein elfmeterreifes Foul an Kohler in der fünften Minute nicht geahndet wurde. Der Bühler Ärger darüber war noch nicht verflogen, als Sasbach zum zweiten Mal zuschlug. Diesmal war es Torjäger Kris Oldach, der in der siebten Minute mit einem strammen Schuß ins lange Eck zum 2:0 traf. Auf der Gegenseite verfehlte Biniok in der elften Minute völlig freistehend das Sasbacher Gehäuse.
Nach diesen aufregenden Aktionen beruhigte sich die Begegnung zusehends. Die Einheimischen konnten, sich erst einmal darauf beschränken, das Ergebnis zu halten. Möglicherweise wäre es doch noch zu einer Wende gekommen, wenn der VfB nach der Pause in der 56.Minute den an Biniok verwirkten Foulelfmeter genutzt hätte. Seifried schoß den Ball jedoch an die Latte.
Bühl war in der Folge zwar optisch überlegen, fand aber kein Mittel gegen die von Trainer Volker Zimmerer gut eingestellte Sasbacher Abwehr. So war der SVS mit seinen Kontern gefährlicher als die Gäste. Verdientermaßen konnten die Sasbacher aus den Händen des Bezirksvorsitzenden Helmut Gruber (Sinzheim) den Bezirkspokal in Empfang nehmen.
SVS-Coach Zimmerer freute sich am Ende, daß sein Konzept aufgegangen ist: "Wir wollten schnell in Führung gehen. Danach waren wir mit unseren Kontern stets gefährlich." Sein Bühler Kollege Jürgen Bender registrierte derweil enttäuscht: "Sasbach war aggressiver und zweikampfstärker. Der Sieg ist verdient. Wir waren überhaupt nicht auf dem Platz."          La

BT:
Hochverdienter 2:0-Erfolg gegen den enftäuschenden VfB Buhl / Seifried verschoß Elfmeter

SV Sasbach wuchs im Finale über sich hinaus und gewann den Pokal

Von Siegfried Ruzicka
Der vermeintlich Größte im Fußballbezirk, Bezirksligameister VfB Bühl, mußte gestern abend eingestehen, daß es noch einen Größeren gibt. Kreisliga-A-Meister SV Sasbach gewann das Bezirkspokalendspiel gegen den VfB hochverdient mit 2:0.
Es war das Finale der beiden Meister. Favorit VfB Bühl wollte auf dem Hartplatz das Bällchen laufen lassen und erlitt Schiffbruch, weil Sasbach kämpferisch über sich hinauswuchs. Dabei fehlte bei dem Gastgeber der beste Akteur. Spielertrainer Volker Zimmerer mußte wegen eines Handbruchs zuschauen. "Meine Jungs haben die Taktik befolgt und sind über den Kampf zum Sieg gekommen. Nur so war der VfB Bühl zu schlagen", wunderte sich Zimmerer, wie einfach alles war. Sein Bühler Kollege Jürgen Bender sagte nur einen Satz, der alles wiederspiegelte: "Wir waren gar nicht auf dem Platz."
Auf dem Platz waren die Spieler schon, doch sie ließen den letzten Einsatz vermissen. Daß das Finale auf einem Hartplatz stattfand, war nicht gerade glücklich. Aber der Verein sei ausgelost worden, schon bevor die Finalgegner feststanden, bestätigte Bezirksvorsitzender HeImut Gruber.
Hartplatz und mit Wasserlachen übersät- das kam dem SV Sasbach entgegen. Das Konzept war einfach: Knallharte Manndeckung der beiden VfB-Sturmspitzen und keinen Spielfluß aufkommen lassen. Jürgen Biniok und Frank Zimmermann wurden von Ralf Jansen und Stefan Lipp gnadenlos verfolgt. Den Rest erledigte Tobias Mohr, auch wenn mal die Bälle aus den Feldern geholt werden mußten. Einige Bühler Spieler ließen sich nach der Meisterschaft die Haare gelb färben, bracbten aber kein Bein mehr auf den Boden. Einer davon war Libero Rene Binner. Er wollte nach 56 Sekunden Christian Wolf ausspielen, dieser nahm ihm das Leder ab und erzielte das 1:0. Als Kris Oldach (7.) mit einem Schuß ins lange Eck zum 2:0 traf, war das Spiel entschieden. Bühl wechselte viermal aus, um die Blamage auf mehr Schultern zu verteilen.
Wenn nichts klappt, dann wird sogar ein Elfmeter verschossen: Werner Seifried (57.) knallte den Ball an die Sasbacher Latte. Jansen hatte Biniok im Strafraum zu Fall gebracht. Wie lange der VfB Bühl für einen Torerfolg gebraucht hätte, blieb ungeklärt. Einige Zuschauer sprachen von einer Spielzeit bis Mitternacht. Helmut Gruber übergab Kapitän Martin Weisenbach den Pokal und wünschte dem SV Sasbach viel Glück in der Bezirksliga.